Soziale Netzwerke

Was sind Social Media?

Mit der Entwicklung des Internets stiegen das Interesse und die Bereitschaft der Nutzerinnen und Nutzer, selbst Inhalte im Netz bereitzustellen. Dies muss nicht immer auf einer eigenen Homepage sein. Oft ist es einfacher, Fotos, Erlebnisse oder Kommentare auf Internetseiten zu veröffentlichen, die technisch von Dritten dafür gepflegt und angeboten werden.

Dabei besteht häufig die Möglichkeit, die von anderen veröffentlichten Daten zu kommentieren oder sogar weiter zu entwickeln. Daher der Name "Social Media".

Typische Social Media-Dienste

Typische Social Media-Dienste

Der Reiz des Internets besteht heute nicht nur darin, Informationen abzurufen, sondern auch darüber zu kommunizieren. Viele wollen auch gerne Informationen über sich selbst verbreiten.

Einige Dienste ermöglichen es Ihnen, einen "Blog", eine Art Internet-Tagebuch, zu führen. Die Einträge sind für alle sichtbar und können kommentiert werden. Daneben gibt es auch Portale, auf denen Sie Ihre Fotos veröffentlichen können.

Bei Social Media-Angeboten wie von Facebook oder Google+ können Sie bestimmten Personenkreisen oder auch allen über eine eigene Internetseite Fotos, Links zu interessanten Seiten oder auch nur Ihre momentane Stimmung mitteilen. Diese Einträge können andere kommentieren und sich so mit Ihnen austauschen.

Eine Vielzahl sog. Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Snapchat dient dem spontanen Austausch von kurzen Nachrichten und Fotos, meist per Smartphone.

Die meisten Social Media-Dienste sind kostenfrei und die Anmeldung ist schnell erledigt (die Abmeldung jedoch oft nicht!).

Geschäftsmodell bei Social Media

Geschäftsmodell bei Social Media

Das Betreiben der technischen Plattformen für Social Media-Dienste kostet Geld. Da diese aber meist kostenfrei angeboten werden, finanzieren sich die Betreiber über Spenden (so z.B. bei Wikipedia) oder über Werbung (so z.B. bei Facebook).

Die Werbenden sind aber nur an der Finanzierung der Plattformen interessiert, wenn sie einen wirtschaftlichen Vorteil erhalten. Dieser besteht neben der Möglichkeit Werbung zu platzieren meist darin, Nutzerdaten der Besucherinnen und Besucher zur Auswertung zu erhalten, um gezielter zu werben.

Probleme bei Social Media

Probleme bei Social Media

Bei der Nutzung von Social Media-Diensten fällt eine Vielzahl von nutzerbezogenen Daten an, die für die Werbung interessant sind.

Beim Besuch von Social Media-Angeboten Dritter wird häufig auf Ihrem Computer oder Smartphone ein "Cookie" (eine kleine Textdatei) hinterlassen, der vom Betreiber der Seite, aber auch von Dritten, wieder ausgelesen werden kann. Über Cookies, die manchmal jahrelang gespeichert werden, ist es leicht möglich, das Surfverhalten der Besucherinnen und Besucher nachzuvollziehen.

Bei geschickter Nutzung der Cookies und anderer Daten, die Sie im Internet veröffentlichen oder unbewusst hinterlassen, besteht so die Gefahr, dass Dritte erkennen, wo Sie wie lange gesurft haben, was Sie kaufen möchten, wo Sie wohnen oder welche Hobbys Sie haben. Dies kann wiederum auch dafür genutzt werden, Sie als Angriffsziel für das sog. Social Engineering auszuwählen.

Wer viel über Sie weiß, dem werden Sie auch schneller vertrauen!

Datenschutz bei Social Media

Datenschutz bei Social Media

Wissen Sie, welche Daten von Ihnen erhoben werden?

Das Datenschutzrecht schreibt vor, dass Internetangebote klare Hinweise darauf enthalten müssen, welche Daten von Ihnen wie verarbeitet und ggf. an Dritte weitergegeben werden.

Dies wird nicht von allen Social Media-Diensten umgesetzt - Gerichtsverfahren hierzu ziehen sich oft über Jahre hin. Falls Sie keine verständliche Erklärung zum Datenschutz bei dem Angebot finden, sollten Sie doppelt vorsichtig sein, ob Sie den Dienst nutzen wollen und welche Daten Sie dort hinterlassen.

Social Media sicher nutzen

Social Media sicher nutzen

Die Möglichkeiten, Social Media so zu nutzen, dass möglichst wenig personenbezogene Daten übertragen werden, sind derzeit eingeschränkt. Viele der Dienste leben davon, dass die Nutzerinnen und Nutzer persönliche Daten offenbaren.

Falls Sie nicht auf Social Media verzichten wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten, für etwas mehr Sicherheit zu sorgen:

  • Verwenden Sie nicht Ihren echten Namen (dies lassen allerdings nicht alle Anbieter zu)
  • Ändern Sie die Einstellungen so ab, dass nicht alle, sondern nur Ihre Bekannten Ihre Daten einsehen können
  • Stellen Sie nur Informationen ein, die Sie auch einer völlig fremden Person erzählen würden und die Sie nie mehr löschen wollen - auch nicht in 10 Jahren
  • Löschen Sie regelmäßig die Cookies in Ihrem Browser
  • Nehmen Sie nur Freundschaftsanfragen an, wenn Sie sicher sind, wer anfragt
  • Verwenden Sie ein sicheres Passwort 
  • Die meisten Browser erlauben "privates Surfen", bei dem z.B. Cookies beim Schließen gelöscht werden - nutzen Sie diese Funktion!

Zusammenfassung

Zusammenfassung

Social Media bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, schnell und einfach Informationen mitzuteilen. Der besondere Reiz liegt darin, dass alle mitmachen können und die Dienste oft kostenlos sind.

Werden die Social Media-Dienste kostenlos von Unternehmen angeboten, besteht der Preis oft in der (ungefragten) Übermittlung von Nutzerdaten. Dessen sollte man sich stets bewusst sein.

Man darf nie vergessen, dass einmal im Internet preisgegebene Informationen nicht mehr zu löschen sind. Wenn Sie persönliche Daten wie Fotos oder Kommentare ins Internet stellen, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie deren Verbreitung nicht mehr kontrollieren können.

Außerdem können Informationen zu Ihrer Person genutzt werden, um über Sie Angriffe auf Ihre Verwaltung vorzubereiten.